Kangal - Balikli Kaplica ---- Ein Reisebericht


Über Mich

Die An- und Abreise

Wie kann man die Kur buchen?

Das Hotel

Das Essen

Die Behandlung

Sonstiges

Meine Tipps

 

Ich habe mich vom 17.07.2001 bis zum 09.08.2001 in der Türkei, in Kangal befunden. 
Hier nun soll ein Reisebericht mit vielen Bildern und vor allem mit allen wichtigen Informationen für diejenigen, die auch beabsichtigen dorthin zu fahren. 
Zum Vergrößern der Bilder diese bitte anklicken.

 

Letzte Aktualisierung: 17.09.2002

       1. Über mich

Ich bin 35 Jahre alt und habe Psoriasis seit meinem 11. Lebensjahr. Vor dem Urlaub waren etwa 30 Prozent der Hautoberfläche betroffen. Ich habe in den letzten Jahren an der Sole - Photo Therapie in Bad Bentheim teilgenommen. Leider hat die Heilung durch diese Therapie immer nur 3 bis 4 Monate angehalten. Deshalb habe ich mich, nachdem ich von der den Fischen in Kangal gehört habe, für diesen Urlaub entschieden. 
Jetzt, nachdem ich wieder hier bin, habe ich an keiner Stelle mehr die klassische Psoriasis. Ich habe dort, wo sich vorher die Psoriasis befunden hat, nur noch gerötete Haut, die sich aber genauso wie die gesunde übrige Haut anfühlt.
Es bilden sich zur Zeit, eine Woche nach meinem letzten Bad, auch keine Schuppen.

       2.  Die An- und Abreise 

Die Anreise erfolgte über Istanbul oder Ankara. Von dort ging es dann am einfachsten per Flugzeug nach Sivas. Dieser Flughafen ist dann noch gut 100 km von Kangal entfernt. Leider konnte ich nicht am gleichen Tag von Istanbul nach Sivas fliegen, so dass ich eine Nacht in Istanbul verbringen mußte. Am Flughafen wurde ich abgeholt und in ein sehr gutes Hotel gebracht. Auch der Transfer zum Flughafen am nächsten Morgen funktionierte reibungslos. 
In Sivas selber wurde ich ebenfalls erwartet und nach etwa 1 3/4 Stunden war ich in Kangal, im Balicli Kaplica Hotel.
Die Rückfahrt verlief ähnlich reibungslos, ebenfalls wieder mit einer Übernachtung in Istanbul.

    Wie kann man eine solche Kur von Deutschland aus buchen?

Ich habe letzten Sommer die Reise über Fener-Reisen in Hamburg gebucht. Gekostet hat mich diese Reise fast 4500 DM.

Ich habe längere Zeit auf die Firma Kangal-Tours hingewiesen. Leider scheint es diese Firma mit ihrem sehr attraktiven Angebot nicht mehr zu geben.

Deshalb wenden sie sich für eine Buchung bitte an die Firma Fener Reisen.  

 

    3. Das Hotel
 

Hier sieht man den Eingangsbereich des Hotels. Das Hotel selber ist sehr einfach, aber wenn man seine Ansprüche von Anfang an nicht allzu hoch stellt, kann man auch nicht enttäuscht werden.
Zum Hotel gehört eine schöne Vorhalle, in der ich immer gerne gesessen habe. Die Zimmer sind, wie man auf dem Bild sehen kann, sehr einfach eingerichtet. In den Zimmern gibt es 2 Betten (auch in Einzelzimmern), einen Schrank, ein Nachtschränkchen und einen Schreibtisch mit zwei Stühlen. Im zugehörigen Badezimmer gibt es eine Toilette, eine Dusche und ein Waschbecken. Das Wasser ist wie überall 37 Grad warm. Wärmer und kälter gibt es nicht. Handtücher gibt es ebenfalls nicht. Dafür gibt es aber mittlerweile Toilettenpapier. Wenn es alle ist, kann man auf Nachfrage Neues bekommen. Die Putzfrau kommt üblicherweise nur wenn ein Gast auszieht, aber wenn man ihr Bescheid sagt, putzt sie auch zwischendurch. Von anderen Gästen habe ich erfahren, dass es auch funktioniert, wenn man ihr sagt, dass sie doch bitte alle 2 Tage putzen soll. 
Noch ein Tipp: Da die Wände sehr dünn sind, ist es sinnvoll Ohrstöpsel mit zu bringen.
Der Mann im Bild links ist Ismael. Er ist so etwas wie der Hotelmanager. Er spricht ein paar Worte Englisch und kann einem bei allen Problemen helfen. Auch wenn man Medikamente braucht, kann er sie einem besorgen. Im Bild rechts sieht man Jussuf mit seiner Frau. Er ist der zweite Manager des Hotels. Zwar ist er sehr freundlich, spricht aber nur türkisch.

    4. Das Essen

Zum Frühstück bekommt man Butter, Marmelade, Honig, Frischkäse, Ziegenkäse, türkische Wurst, hart gekochte Eier, Oliven und Tomaten. Dazu gibt es schwarzen Tee und Nescafe.
Wer lieber Früchtetee oder ähnliches mag, sollte sich Beutel von zuhause mitbringen, da man auch heißes Wasser bekommen kann. Zu jeder Mahlzeit gibt es nur eine Sorte Brot, eine Art Baguette. 
 
Mittag- und Abendessen bestehen in Kangal in der Regel aus drei verschiedenen Gerichten: alles eine Art Eintöpfe. Auberginen mit Bohnen und Fleisch ist fast jeden Abend dabei. Leider schmecken bei allen Eintöpfen die Saucen gleich, so dass man diese sehr schnell leid wird. Dazu gibt es Reis. Suppe kann man ebenfalls bekommen. Wenn man fragt, kann man sie auch vorher probieren und manchmal ist sie wirklich nicht schlecht. Kebab vom Grill ist auch eine Alternative. Dazu gibt es noch Unmengen an Tsatziki und einen Salat bestehend aus Tomaten und Zwiebeln. Zum Nachtisch bekommt man häufig Obst: Melonen, Pfirsiche oder Birnen. 

    5. Die Behandlung

Von einer Behandlung kann man eigentlich gar nicht sprechen, denn in Kangal verbringt man 8 Stunden am Tag in den Pools. Dort befinden sich 3 Sorten von Fischen. Eine Sorte (Silberfische) klopfen die dicken Hautschichten weich. Die anderen beiden Sorten Fische schaben die Schuppen von der Haut. Die Fische machen laut Angaben der Leute in Kangal etwa 20 % der Heilung aus. Wenn erst einmal die Schuppen ab sind (innerhalb der ersten Tage) kommt das Heilwasser zur Wirkung. Dieses muss man trinken (3 Liter am Tag) und natürlich auch darin baden. Es sorgt dafür, dass sich an den Stellen, an denen sich die Psoriasis befindet, eine normale Haut entwickelt. Später kann man dann noch in die Sonne gehen, um eine schöne gleichmäßige Hautfarbe zu bekommen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten zu baden. Zunächst einmal kann man einfach in den Fluss gehen. Dieser ist allerdings nur über einen Zugang zu erreichen, und wie man auf dem Photo sehen kann, häufig gnadenlos überfüllt.
Dann kann man in den Olympiapool gehen. Dieser ist ab 6 Uhr Morgens geöffnet und für jedermann, also auch für Menschen mit unterschiedlichsten Krankheiten, zugänglich. Spätestens ab Mittag ist dieser sehr dreckig, obwohl jeden Abend das Wasser abgelassen wird.
Für die eigentliche Behandlung gibt es vier verschiedene Pools: zwei große und zwei kleine. Jeweils einer der kleinen Pools war für die Männer, der andere für die Frauen immer von 8 - 12 Uhr und von 14 - 18 Uhr geöffnet. Die beiden großen Pools wurden immer abwechselnd  für Männer oder für Frauen geöffnet. Das Bild links zeigt den kleinen Außenpool, der ständig für die Männer reserviert war. In ihm gibt es nur wenig Fische und ist somit dann zu empfehlen, wenn man keine Schuppen mehr hat. Wenn man Wunden hat, sind gerade die schlagenden Silberfische ganz versessen auf Wunden und schlagen solange auf die gleiche Stelle, bis diese richtig blutet. Hier ist Schutz angesagt. 

Die folgenden Bilder zeigen einige Impressionen aus den beiden großen Pools. 

 

 

    6. Sonstiges

Sollte man auf die Idee kommen, nicht alleine nach Kangal zu kommen, wie Massimo und Marie-Claire, die man auf dem Bild sehen kann, so sollten, im Gegensatz zu diesem Ehepaar, beide unter Psoriasis leiden. Massimo ist nur mitgekommen um seine Frau zu begleiten und für ihn gab es in Kangal wirklich nichts zu tun. Wenn man dann nicht genug zu lesen dabei hat, ist man verloren. Die Landschaft lädt auch nicht gerade zu ausgedehnten Spaziergängen ein.

Zur Hotelanlage gehört noch ein kleiner Shop. In diesem kann man Zigaretten, Getränke und Süßigkeiten kaufen. Auch das Nötigste wie Pflaster und Aspirin ist hier zu haben. Leider sind im Shop nur wenige Dinge mit einem Preis gekennzeichnet worden, so dass nicht immer klar ersichtlich ist, ob der zu zahlende Preis auch der richtige ist.
Auf der einen Seite ist es ja schön, dass in Kangal etwas gegen Mücken getan wird, aber leider funktioniert das nur auf Kosten der Gäste. Jeden Abend wird mit DDT gesprüht. Im Hintergrund des Bildes sieht man den Mann mit der Sprühkanone, wie er nahe am Teecafe vorbeigeht.

    7. Meine Tipps

 

 

 

 

 

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